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Bester kostenloser verschlüsselter Cloud-Speicher 2026: 7 Zero-Knowledge-Gratistarife im Vergleich

Vollständiger Vergleich der besten kostenlosen Zero-Knowledge-verschlüsselten Cloud-Speicher 2026: Filen 10 GB, Mega 20 GB, Proton Drive 5 GB, Internxt, Sync.com, pCloud. Reale Kontingente, echtes E2E oder nicht, Jurisdiktion, Grenzen. Auf Basis öffentlicher Dokumentation und Anbieterangaben.

Von Eric Gerard · Éditeur · Priviy7 Min. LesezeitPhoto : Unsplash

Mehrere GB Familienfotos kostenlos zu sichern, ist ein häufiges Bedürfnis. Dieser Vergleich prüft sieben verschlüsselte Cloud-Dienste mit Gratistarif nach den entscheidenden Kriterien — kostenlose Kapazität, Verschlüsselungsschema, Jurisdiktion, mobile Clients, Dateifreigabe und Bandbreitenlimits — auf Basis der öffentlichen Dokumentation und der veröffentlichten Spezifikationen jedes Anbieters. Hier ist, was die Spezifikationen sagen und was generische Übersichten Ihnen nicht verraten.

30-Sekunden-Fazit: das Podest der Zero-Knowledge-Gratistarife

Für maximalen echten kostenlosen Speicher: Mega.nz (20 GB, E2E standardmäßig, keine Kreditkarte erforderlich).

Für die beste Jurisdiktion + Open Source: Filen (10 GB, AES-256-GCM + RSA-OAEP, Deutschland, DSGVO, Client-Code öffentlich auf GitHub).

Für ein integriertes Ökosystem: Proton Drive (5 GB geteilt mit Proton Mail/Calendar/VPN, Schweiz, natives Zero-Knowledge).

Wichtige Tatsache: pCloud bietet 10 GB kostenlos, aber das ist im Gratistarif NICHT Zero-Knowledge. Die clientseitige Verschlüsselung (Crypto-Ordner) kostet zusätzlich 4,99 $/Monat.

Warum Gratistarife wirklich wichtig sind

Vor dem Bezahlen zu testen, ist nicht trivial. Verschlüsselte Cloud-Dienste haben sehr unterschiedliche UX: Upload-Geschwindigkeit, Stabilität des Desktop-Clients, Ablauf der Dateifreigabe, Offline-Modus. Eine schlecht gestaltete Oberfläche zu entdecken, nachdem man für eine Lifetime-Lizenz bezahlt hat, ist schmerzhaft.

Drei Nutzerprofile, für die ein Zero-Knowledge-Gratistarif der richtige Einstieg ist:

Studierende: 5 bis 10 GB decken Verwaltungsdokumente, Kurs-PDFs, Praktikumsnotizen ab. Zero-Knowledge schützt sensible akademische Recherchen ohne jedes Budget.

Einsteiger-Journalisten: Schutz von Quellen, Recherchenotizen, Entwürfe. Mit dem Gratistarif von Proton Drive oder Filen können Sie ohne finanzielle Verpflichtung beginnen, mit echtem rechtlichem Schutz durch die schweizerische oder deutsche Jurisdiktion.

Wechselnde Nutzer: der Umstieg von Google Drive oder Dropbox auf eine private Cloud. Der Gratistarif erlaubt es, den Workflow 30 bis 60 Tage lang zu testen, bevor man vollständig migriert.

Vergleichstabelle: 7 Dienste × 8 Kriterien

Leuchtende Glasfaser-Netzwerkkabel
Leuchtende Glasfaser-Netzwerkkabel

DienstGratis-KontingentEchtes E2E / ZKVerschlüsselungJurisdiktionMobile AppsDateifreigabeBandbreitenlimitEmpfehlungsbonus
Mega.nz20 GBJa (E2E AES-128)AES-128 CBCNeuseeland (5 Eyes)iOS + AndroidJa~5 GB/MonatBis zu 50 GB
Filen10 GBJa (AES-256-GCM + RSA-OAEP)AES-256 + RSADeutschland (DSGVO)iOS + AndroidJaKeines veröffentlichtNein
Proton Drive5 GBJa (AES-256 + OpenPGP)AES-256Schweiz (Nicht-EU)iOS + AndroidJaKeines veröffentlichtNein
Internxt~1-10 GB*Ja (AES-256 + Reed-Solomon)AES-256Spanien (EU)iOS + AndroidBegrenztKeines veröffentlichtBis zu 10 GB
Sync.com5 GBJa (AES-256 + RSA-2048)AES-256Kanada (5 Eyes)iOS + AndroidBegrenztKeines veröffentlichtNein
pCloud10 GBNein (Crypto-Add-on kostenpflichtig)AES-256 serverseitigSchweiziOS + AndroidJaKeines veröffentlichtBis zu 20 GB
TresoritKeinesJa (E2E)AES-256SchweiziOS + Android

*Internxt: variables Kontingent. Von 10 GB auf 1 GB im Jahr 2024 reduziert, mit Empfehlungen bis zu 10 GB. Prüfen auf internxt.com.

Top 3 der Zero-Knowledge-Gratistarife: warum dieses Podest

1. Filen 10 GB — optimales technisches Gleichgewicht

Was an Filen auf dem Papier auffällt: Es bewirbt schnelle, parallelisierte Uploads, und Nutzer berichten häufig von einem guten anhaltenden Upload-Durchsatz. Der Desktop-Client wird aktiv gepflegt und der Code ist auf GitHub quelloffen und öffentlich überprüfbar.

AES-256-GCM + RSA-OAEP ist das robusteste Schema in diesem Vergleich. Die deutsche Jurisdiktion bedeutet die strengste DSGVO-Durchsetzung in Europa. Für jemanden, der bei null anfängt und den besten technischen Schutz ohne Bezahlung möchte: Filen ist die klare Wahl.

Eine häufig genannte Einschränkung: Die Fotovorschau soll Berichten zufolge weniger flüssig sein als bei Google Fotos oder sogar Proton Drive. Die mobile UX ist funktional, aber laut Nutzerrückmeldungen nicht so ausgefeilt wie die von Proton.

Tiefer Einblick: Filen-Test 2026.

2. Mega.nz 20 GB — das großzügigste Kontingent auf dem Markt

20 GB kostenlos, keine Kreditkarte, E2E standardmäßig. Das ist objektiv der beste Gratistarif nach Volumen. Praktisch gesehen reicht das für eine typische Familienfotobibliothek plus Verwaltungsdokumente auf einem einzigen Konto, mit Albumfreigabe auf iOS und Android.

Reale Vorbehalte: Die Jurisdiktion Neuseeland (5 Eyes) ist die ungünstigste der drei. 2022 identifizierten Forscher der ETH Zürich kryptografische Schwachstellen bei MEGA (seither behoben). Und das dokumentierte monatliche Transferlimit im Gratistarif (variabel, oft mit etwa 5 GB angegeben) kann überraschen, wenn Sie häufig von mehreren Geräten auf große Dateien zugreifen.

Für den Anwendungsfall „Familienfotospeicher + Verwaltungsdokumente“ ist Mega durchaus vertretbar. Für journalistische oder medizinische Daten: Proton oder Filen.

3. Proton Drive 5 GB — die vertrauenswürdige Referenz

Nur 5 GB, aber es ist Proton. Schweizerische Jurisdiktion, Markenbekanntheit (Proton Mail startete 2014), integriertes Ökosystem (die 5 GB werden mit Proton Mail geteilt — verwalten Sie sie sorgfältig). Proton veröffentlicht unabhängige Sicherheitsaudits seiner Apps und stellt seine Clients quelloffen bereit.

Was die Politur angeht, gilt die iOS-App von Proton Drive weithin als die ausgefeilteste der drei. Fotovorschauen, geteilte Ordner und Offline-Modus sind alle Teil der App. Wenn Sie bereits Proton Mail nutzen, ist der Gratistarif von Proton Drive die naheliegende Wahl: dasselbe Konto, null Reibung.

Einschränkung: 5 GB sind schnell weg, wenn Sie auch Proton Mail nutzen (E-Mails und Anhänge zählen mit). Überwachen Sie Ihre Nutzung über das Proton-Dashboard.

Weiterführende Lektüre: Premium-Vergleich Proton Drive vs. Tresorit vs. pCloud Crypto.

Sonderfall pCloud: 10 GB kostenlos, aber NICHT Zero-Knowledge

pCloud verdient einen eigenen Abschnitt, weil die Verwirrung in Vergleichen weit verbreitet ist.

pCloud bietet 10 GB kostenlos (erweiterbar auf 20 GB mit Empfehlungen). Die Standardverschlüsselung ist AES-256 im Ruhezustand — aber pCloud besitzt die Schlüssel. Das ist nicht Zero-Knowledge.

Echtes Zero-Knowledge bei pCloud heißt Crypto-Ordner. Es kostet 4,99 $/Monat oder 49,99 $/Jahr. Es ist ein separates Add-on. Ohne es ist pCloud eine ausgezeichnete sichere Cloud — aber keine Zero-Knowledge-Cloud.

Warum ist das wichtig? Wenn pCloud eine gerichtliche Anordnung erhält oder eine serverseitige Datenpanne erleidet, kann auf Ihre Dateien außerhalb des Crypto-Ordners zugegriffen werden. Bei Filen, Proton Drive oder Mega gilt im selben Szenario = die Dateien bleiben unlesbar, weil nur Ihr Gerät den Schlüssel besitzt.

Für den vollständigen pCloud-Test 2026 behandle ich die kostenpflichtigen Pläne, bei denen das Crypto-Add-on sehr wettbewerbsfähig wird (besonders bei Lifetime).

Reale Grenzen der Gratistarife (was Ihnen niemand sagt)

Löschung inaktiver Konten: Die meisten kostenlosen Anbieter behalten sich das Recht vor, Konten nach einer längeren Inaktivitätsphase zu löschen oder zurückzufordern — das genaue Zeitfenster variiert je nach Anbieter und ändert sich im Laufe der Zeit. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein kostenloses Konto dauerhaft ist: Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen jedes Anbieters und loggen Sie sich regelmäßig ein (eine Kalendererinnerung hilft).

Eingeschränktes externes Teilen: Im Gratistarif von Sync.com ist die Dateifreigabe mit Dritten in Anzahl der Empfänger und Dauer begrenzt. Das Bandbreitenlimit von Mega kann einen entfernten Empfänger blockieren.

Keine oder minimale Versionierung: Gratistarife enthalten in der Regel keine Versionshistorie. Wenn Sie eine Datei versehentlich überschreiben, gibt es kein Zurück. Das ist ein starkes Argument für den Wechsel zu einem kostenpflichtigen Tarif.

Null priorisierter Support: Mit einem kostenlosen Konto sind Sie keine Priorität. Im Notfall einer Wiederherstellung zählen Sie auf Community-Hilfe (Proton-Forum, Filen-Discord, Mega-Community-Support).

Eingeschränkte Skalierbarkeit: Der Gratistarif hält nicht Schritt, wenn Sie anfangen, regelmäßig Arbeitsdateien zu erzeugen. Faustregel: Wenn Sie regelmäßig 70-80 % des kostenlosen Kontingents erreichen, ist es Zeit, ein Upgrade zu prüfen.

Wann auf kostenpflichtig wechseln: 4 konkrete Signale

Signal 1: Kontingent nahe der Sättigung — Sie nähern sich regelmäßig 80 % des Gratistarifs. Lösung: pCloud-Lifetime-Pläne (eine einmalige Zahlung, die über genügend Jahre wiederkehrende Jahresgebühren unterbietet) oder die kostenpflichtigen Speichertarife von Proton Drive. Prüfen Sie die aktuellen Preise auf der Website jedes Anbieters.

Signal 2: berufliches Teilen — Sie teilen regelmäßig Dateien mit Kunden oder Kollegen. Gratistarife sind dafür nicht ausgelegt. Die kostenpflichtigen Privatpläne von Sync.com (Multi-TB mit umfassenderem Teilen) oder pCloud Business sind dafür konzipiert.

Signal 3: intensiver Multi-Device-Einsatz — Sie greifen von 4+ Geräten zu (Laptop, Smartphone, Tablet, Desktop). Manche Gratistarife begrenzen die Anzahl gleichzeitig synchronisierter Geräte. Prüfen Sie die Bedingungen, bevor Sie ausgesperrt werden.

Signal 4: kritische Daten — sobald Sie echte berufliche Daten speichern (Verträge, Kundendaten), fehlen dem Gratistarif das SLA, der Support oder die rechtlichen Garantien. Hier bleibt Tresorit Business der Maßstab — siehe unseren vollständigen Vergleich des besten verschlüsselten Cloud-Speichers 2026.

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Von einem kostenlosen 10-GB-Tarif bis zum Lifetime-Speicher: eine einmalige Zahlung, die jahrelange Abos unterbieten kann

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